Essigsäure

Essigsäure ist der Trivialname der Ethansäure. Ihre Halbstrukturformel lautet CH3COOH. Sie ist somit eine organische Säure. Durch die Carboxy-Gruppe (-COOH) wird sie den Carbonsäuren zugeordnet.

Eigenschaften

Den Trivialnamen verdankt die Säure ihrem typisch stechenden Essiggeruch. Weiterhin ist die Essigsäure bei Raumtemperatur eine klare, farblose Flüssigkeit. Ihr Schmelzpunkt liegt bei 16,64°C und ihr Siedepunkt bei 118°C. Bei Temperaturen unter dem Schmelzpunkt ändert sie schlagartig ihren Aggregatzustand und bildet den sogenannten Eisessig.
In hoher Konzentration wird Ethansäure als ätzend und giftig eingestuft. Da es sich um eine polare Flüssigkeit handelt, ist sie sehr gut in Wasser löslich. Außerdem ist sie stark hygroskopisch.

Herstellung und Verwendung

Essigsäure wird gerne in Form von Essigreiniger als Putzmittel angewandt.

Essigsäure wird gerne in Form von Essigreiniger als Putzmittel angewandt.

Essigsäure ist ein natürlicher Bestandteil in vielen Pflanzensäften und ätherischen Ölen. Auch wenn Alkohol zu lange ,,offen steht”, das heißt, er einige Zeit mit dem Luftsauerstoff reagieren kann, bildet sich ´mithilfe der Essigsäurebakterien eine gewisse Konzentration der Säure. Die alkoholische Gärung, wie dieser Vorgang heißt, wird für Massenproduktion nur in Maßen benutzt. Für Industriezwecke werden andere Herstellungsverfahren angewendet. Eine gängige Methode ist zum Beispiel die Gewinnung der Essigsäure als Reaktionsprodukt aus der katalytisch gesteuerten Reaktion von Methanol mit Kohlenmonoxid.
Essigsäure wird als Säuerungsmittel, Konservierungsmittel oder verdünnt als Speiseessig verwendet. Da die Säure gut mit Calcium reagiert, ist sie zudem in Kalkentfernern enthalten.
Weiterhin werden Reaktionsprodukte der Essigsäure vielseitig benutzt.
So werden beispielsweise die Venyl- und Celluloseacetate in der Kunststoff-, Färberei- und Textilindustrie verwendet. Einige Kosmetika und Medikamente enthalten Produkte der Essigsäure.

Acetate

Acetate (bzw. Ethanoate) sind die Salze und Ester der Essigsäure. Die Salze entstehen bei der Neutralisationsreaktion der Säure mit Metalloxiden oder Metallhydroxiden. Dabei gibt die Carboxy-Gruppe das Wasserstoffion ab und nimmt stattdessen das Metallion auf. Als Nebenprodukt entsteht Wasser.
Acetate entstehen ebenfalls bei der Reaktion von Essigsäure mit Wasser, wobei Hydroniumione als Nebenprodukt gebildet werden.
Die allgemeine Darstellungsform eines Acetations ist CH3COO-.

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