Alles über Zellulose

Ganz im Allgemeinen ist Zellulose überall in Pflanzen und Bäumen enthalten, um als ein organischer Faserstoff, deren Stabilität zu gewährleisten. Sie ist nicht in Wasser löslich. Die Industrie hat sich den Pflanzenfaserstoff umfangreich nutzbar gemacht. Aber schon im Altertum wurde Holz zum Heizen und Kochen verwendet. Wenn man sieht, welche Papiermengen schon von kleinen Kindern bemalt und später in der Schule beschrieben wedren, dann ist es eine wunderbare, hilfreiche Erfindung.

Zur Papierherstellung wird Zellulose aus Holz gewonnen.

Zur Papierherstellung wird Zellulose aus Holz gewonnen.

Zellulose ist ein Produkt aus der Natur, welches vornehmlich zur Papierherstellung, aber auch in anderen Zweigen der Industrie seine Anwendung findet. Es kommt in der Nahrung oder im Futter vor und wird als Baumaterial eingesetzt. Unverzichtbarer Bestandteil ist Zellulose bei der Herstellung der Textilien geworden. Unsere Naturfasern Baumwolle, Jute und Leinen werden aus Zellulose hergestellt.

Pflanzliche Naturfasern im Detail

  • Die z. B. aus Ägypten stammenden Baumwollfasern können bis zu 5 cm lang sein. Diese sind besonders Hitzestabil, aber ergeben die besonders weiche und angenehm im Tragekomfort typische Baumwolle
  • Bei der Papierherstellung wird die Zellulose aus Holz gewonnen. Dazu muss Harz und Lignin entfernt werden. Es entsteht eine breiige Masse, welche weiter mit Wasser verdünnt wird. Das Ganze kommt in einer dünnen Schicht auf ein feines Sieb. Papier kann entstehen
  • Aus den Stengeln der Flachspflanze werden die Leinenfasern gewonnen. Leinen wird in der Bearbeitung mit Säure geschädigt und knittert viel mehr als Baumwolle
  • Halbsynthetische Fasern wie z.B. Viskose und Modal, werden in verschiedenen chemischen Verfahren aus Zellulose hergestellt. Diese stammt aus Buchen, Pinien und Bambusholz

Zellulose und Acetat

Aus dem Gemisch von Zellulose und Essigsäure entsteht Zelluloseacetat CA. Die entstehende, seidig glänzende Faser ist viel feiner zu verarbeiten, zu färben und vor allem wesentlich Hitzebeständiger. Textilien knittern weniger und sind dehnbarer. Sie sind einfach pflegeleicht, weil sie schneller trocknen. Nachteilig ist die statische Aufladbarkeit. Wegen der geringen Feuchtigkeitsaufnahme wird z.B. Regenbekleidung daraus hergestellt, aber auch Krawatten, Blusen und Damenunterwäsche sind möglich. Acetat gilt übrigens auch als Seidenersatz.
Andere Bereiche der Industrie werden von Folien aus CA erobert, die z.B. in den PC Flachbildschirmen oder in Displays zu finden sind. Von der Werkzeugindustrie wegen der hohen Beständigkeit bis hin zum Würfel und Filmmaterial, überall ist Celluloseacetat anzutreffen.

Zellulose in der Zukunft

Mittlerweile ist das Naturprodukt ein unverzichtbarer Bestandteil der Biomasse und ist zu finden im Dämmmaterial, in Filtermaterialien, im technischen Gewerbe sowie in Vliese und hochwertigem Papier. Der Entwicklung und dem Einfallsreichtum der Forschung sind keine Grenzen gesetzt. Es wird wegen der nachwachsenden Verfügbarkeit versucht, einen gängigen Biokraftstoff zu entwickeln.

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